Über "Die Steinfurther"
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Über Steinfurth

Das Rosendorf ist heute weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. 1868 kehrt Heinrich Schultheis aus England zurück, wo er die Rosenzucht erlernte, und gründet in Steinfurth die erste deutsche Rosenschule. In dem bis dahin armen Tagelöhnerdorf, dessen Grundbesitz sich großteils im Besitz der Freiherren Löw zu Steinfurth befindet, breitet sich durch Anbau der Rosen der Wohlstand aus. Um die Jahrhundertwende leben bereits 60 Familien vom feldmäßigen Rosenanbau. Anbauziel ist der Verkauf von Rosenpflanzen. Um 1930 existieren über 200 Betriebe die jährlich 15 Mio. Pflanzen in alle Welt verkaufen. Die Entwicklung erreichte 1970 mit 210 Betrieben und einer jährlichen Produktion von bis zu 14 Mio. Pflanzen ihren Höhepunkt. Heute existieren noch 30 Betriebe, die jährlich etwa 4 Mio. Pflanzen anbauen.

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts feiern die Steinfurther Rosenanbauer die Königin der Blumen in regelmäßigen Ausstellungen und Festen. 1950 wird die erste Steinfurther Rosenkönigin gewählt und der erste Rosenkorso, ein Umzug mit rosengeschmückten Wagen veranstaltet. Das Steinfurther Rosenfest ist geboren. Seit der Eingemeindung Steinfurths 1972 findet das außergewöhnliche Fest alle zwei Jahre statt und lockt zehntausende Besucher in das Rosendorf.

Das 1974 gegründete Rosen- und Heimatmuseum wird 1985 von der Stadt Bad Nauheim übernommen, die das Rosen-Museum zu einem weltweit einzigartigen Spezialmuseum für die Rose ausbaut.

Pünktlich zum Steinfurther Rosenfest 2000 wurde ein Rosenband entlang der Straße und des neu angelegten Rad- und Gehwegs von Bad Nauheim nach Steinfurth eingeweiht, das in den Sommermonaten die Besucher mit zahllosen Blüten und einem betörenden Duft erfreut.

 
Quelle: www.bad-nauheim.de



Die Steinfurther - 61231 Bad Nauheim / Steinfurth - Telefon: 06032/96 53 90